Wer hat an der Uhr gedreht?

4. Januar 2013 | Von | Kategorie: Mathespiele, Wissensspiele

Das Kartenspiel „Wer hat an der Uhr gedreht?“ ist für Uhrenleser ab sechs Jahren empfohlen. Wer von den 2 bis 4 Spielern sich besonders gut mit den Uhrzeiten auskennt und dafür sorgen kann, dass die Nachtgeister nur bei den Mitspielern tagsüber spuken, der hat bei diesem Spiel sicherlich die Nase vorn?

Zu Beginn nimmt sich jeder Spieler sieben Platzhalterkarten mit einem Fragezeichen und legt diese vor sich hin. Nun werden unter die Uhrenkarten ein bis zwei Geister gemischt und jedem Kind sieben Handkarten ausgeteilt. Der Spieler, der an der Reihe ist, zieht bei seinem rechten Nachbarn eine Karte. Ist auf der Karte ein Geist zu sehen, dann muss er sie auf die Hand nehmen. Zeigt die Karte eine Uhrzeit, dann darf das Kind die Karte auf eine seiner freien Platzhalterkarten legen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Uhrzeiten von links nach rechts immer später werden. Sollte eine Uhrenkarte bei einem selbst nicht passen, aber bei einem Mitspieler, wird sie dort abgelegt. Passt die Karte bei keinem Spieler, kommt sie aus dem Spiel und eine Ersatzkarte wird vom Nachziehstapel gezogen. Sieger bei diesem Spiel ist derjenige, der zuerst keine sichtbaren Platzhalter mehr vor sich liegen hat UND keinen Geist auf der Hand hält.

In erster Linie geht es bei dem Kartenspiel um das Kennenlernen der Uhrzeiten. Zum einen müssen die Kinder in der Lage sein, die abgebildete Uhrzeit zu lesen; zum anderen kommt aber noch erschwerend hinzu, dass sie einschätzen müssen, auf welchem Platz die Karte sinnvoll untergebracht ist, damit sie alle Plätze belegen können. Das macht natürlich auch die kognitiven Fähigkeiten erforderlich. Um den Geist nicht zu bekommen bzw. wieder loszuwerden, ist allerdings auch ein klein wenig Glück nicht schädlich 🙂

Variante
Das Kennenlernen der Uhrzeiten hat auch schon für Kinder im Kindergarten Priorität. Wann ist der Morgenkreis? Wie lange habe ich noch Zeit zum Essen? Wie viel Uhr ist es jetzt? … Aus diesem Grund kann man eigentlich nicht früh genug damit beginnen, den Kindern die Uhr zu lernen. Um das Kartenspiel mit einem Kindergartenkind spielen zu können, sollten die Spielregeln jedoch ein wenig abgeändert werden. Je nach Alter und Wissensstand können die Platzhalterkarten reduziert werden, so dass nur drei oder fünf Uhrzeiten in der richtigen Reihenfolge gelegt werden müssen. Auch eine kooperative Spielvariante ist denkbar: Jeder Spieler erhält eine beliebige Anzahl an Handkarten. Gemeinsam werden in der Tischmitte drei Tagesabläufe gebildet. Reihum wählen die Spieler eine ihrer Handkarten aus und legen sie an einen beliebigen Tagesablauf vorne oder hinten an; dazwischenlegen ist nicht gestattet. Schaffen es die Spieler, alle Karten abzulegen, haben sie miteinander gewonnen.

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