Viele Dinge

24. September 2012 | Von | Kategorie: Farbspiele, Merkspiele, Reaktionsspiele, Sprachspiele

Das Kartenspiel „Viele Dinge“ ist ein Spiel für zwei bis acht Wortakrobaten, die sich in der Welt der Buchstaben gut auskennen oder noch dabei sind, sich in dieser zurecht zu finden. Spielvarianten für Kinder ab drei, sechs und ab acht Jahren sorgen für viel Spaß und Action.
Drei Spielvarianten sind in der Spielanleitung vorgeschlagen, so dass mit diesem Kartenspiel große und kleine Kinder gut beschäftigt werden können. Jede Variante hat einen anderen Schwerpunkt und bietet dennoch noch Möglichkeiten, das Spiel zu erleichtern oder zu erschweren.

Für Kinder ab drei Jahren gibt es eine kooperative Farbsuche mit dem Namen „Dingsbums“. In die Spielmitte wird eine beliebige Anzahl an Bildkarten gelegt, so dass jeder alle Karten sehen kann. Die Farbkarten werden gemischt und als Stapel in die Mitte gelegt. Die oberste Farbkarte wird umgedreht und nun dürfen die Kinder reihum ein Ding nennen, das dieselbe Farbe hat. Die entsprechende Karte darf umgedreht werden. Ist kein Gegenstand mehr zu sehen, der die Farbe der Farbkarte zeigt, endet die Runde. Nun kommen wieder alle Karten in die Mitte und die nächste Farbkarte wird aufgedeckt. Wenn alle Farbkarten an der Reihe waren, dann endet das Spiel.
Bei der vorgeschlagenen Variante geht es vor allem um die Farberkennung und Farbzuordnung. Da alle gemeinsam suchen und sich auch gegenseitig helfen dürfen, wird das Miteinander und die Kooperation ebenso gefördert. Durch die Anzahl der Karten, die in der Tischmitte liegen, kann der Schwierigkeitsgrad relativ einfach verringert oder gesteigert werden. Um ein wenig mehr Action in das Spiel zu bringen und somit die Reaktion und Geschwindigkeit zu fördern, kann eine nicht-kooperative Version von Dingsbums gespielt werden. Dazu wird wieder eine beliebige Anzahl an Bildkarten in die Mitte gelegt und die oberste Farbkarte aufgedeckt. Nun suchen alle gleichzeitig nach Dingen in der gezeigten Farbe. Wer eines findet, darf auf die Bildkarte patschen, den Gegenstand benennen und die Bildkarte als Siegpunkt behalten. Sieger ist, wer die meisten Karten sammeln kann.

Das „Farbkarussell“ ist ein Assoziationsspiel ab sechs Jahren. Drei Durchgänge werden gespielt, wobei jeder Durchgang aus mehreren Runden besteht. Die Mitspieler entscheiden zu Beginn des Spiels, ob sie drei, vier oder fünf Runden in jedem Durchgang spielen wollen. Je mehr Runden gespielt werden, desto schwieriger wird das Spiel. Pro Mitspieler kommen zwei Bildkarten in die Mitte; die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel. Nun deckt ein Spieler eine Farbkarte auf und gibt an, welche Farbe die Gegenstände in diesem Durchgang haben müssen. Beginnend mit dem Startspieler wählen die Spieler nacheinander eine Bildkarte aus, die sie vor sich ablegen. Es werden jetzt so viele Runden gespielt wie vereinbart wurden. Reihum nennen die Kinder ein Ding in der vorgegebenen Farbe, das entweder auf der eigenen Bildkarte zu sehen ist oder zur eigenen Bildkarte passt. So passt z.B. ein roter Pullover zum Kleiderschrank, auch wenn dieser auf der Karte nicht zu sehen ist. Ein Ding, das bereits genannt wurde, darf nicht mehr gesagt werden. Sollte ein Mitspieler einen Begriff nennen, der schon verwendet wurde, oder kein neues Ding mehr finden, dann steigt er aus dem Durchgang aus und legt seine Bildkarte wieder in die Mitte. Wenn die ausgemachte Anzahl an Runden gespielt wurde, dürfen die Spieler, die noch eine Bildkarte haben, diese als Siegpunkt behalten. Für den nächsten Durchgang werden die Bildkarten wieder mit so vielen Karten aufgestockt, damit zwei Karten pro Mitspieler in der Mitte liegen. Eine neue Farbkarte wird aufgedeckt und weiter geht es.
Sowohl die Farberkennung  und Farbzuordnung als auch die  Merkfähigkeit werden mit dieser Spielvariante gefördert. Außerdem wird die Assoziationsfähigkeit trainiert und der Wortschatz erweitert.

Das eigentliche Spiel „Viele Dinge“ für Kinder ab acht Jahren fordert die Assoziationsfähigkeit, die Merkfähigkeit und das Gedächtnisaber ebenso auch die phonologische Bewusstheit, d.h. in dem Fall das Lautieren.
Die Hälfte der Bildkarten wird in der Tischmitte verteilt; die andere Hälfte bildet den Nachziehstapel. Nun dreht ein Spieler eine Bildkarte um, so dass der Buchstabe auf der Rückseite zu sehen ist. Gleichzeitig beginnen alle Spieler mit der Suche nach Dingen, die zu einer Bildkarte passen und mit diesem Buchstaben anfangen. WICHTIG: Die Dinge können, müssen aber nicht abgebildet sein! Wer fündig geworden ist, darf die Bildkarte verdeckt vor sich ablegen und weiter suchen. Die Runde ist zu Ende, wenn ein Mitspieler sechs Bildkarten vor sich liegen hat. Jetzt beginnt die Wertung: Der Spieler, der „Stopp“ gerufen hat, fängt an; dann wird reihum gewertet. Die oberste Bildkarte wird umgedreht und der Spieler muss ohne zu zögern einen passenden Begriff zu dieser Karte nennen. Bereits genannte Begriffe dürfen nicht mehr verwendet werden, so dass sich ein Spieler unter Umständen blitzschnell einen neuen Gegenstand suchen muss. Wer die meisten Karten hat, darf zwei von diesen als Siegpunkte behalten. Die übrigen Karten werden wieder, zusammen mit vier neuen Karten vom Nachziehstapel, in die Mitte gelegt. Es gibt einen neuen Buchstaben und die nächste Runde kann beginnen.
Um das Spiel etwas zu vereinfachen, kann die Wertungsrunde weggelassen werden. Wer auf einer Bildkarte ein Ding mit dem entsprechenden Buchstaben findet, bennent es und erhält die Karte als Punkt. Sieger ist, wer zuerst sechs Karten hat. Dann beginnt die nächste Runde mit einem neuen Buchstaben. Um den Schwierigkeitsgrad noch etwas zu erleichtern, z.B. für die Vorschulkinder im Kindergarten, gäbe es die folgende Möglichkeit:  Ein Kind deckt einen Buchstaben auf und sucht dann einen Begriff, der zu einer Bildkarte passt. Findet es einen, bekommt es die Karte. Dann ist das nächste Kind an der Reihe.

 

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