Manimals

9. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Reaktionsspiele, Sprachspiele, Wahrnehmungsspiele, Wissensspiele

Manimals ist ein Kartenspiel für zwei bis sechs Tierexperten oder Kinder ab sechs Jahren, die es noch werden wollen. Es geht darum, möglichst viele Tiere zu finden und zu sammeln, die die gleiche Eigenschaft besitzen. Nach mehreren Runden gewinnt der Spieler mit den meisten Karten als Siegpunkten.

In dem Spiel gibt es 60 Karten, auf deren Vorderseite ein farbiges Tier zu sehen ist. Auf der Rückseite steht zum einen der Name des Tieres sowie die Symbole für die Eigenschaften, die auf das Tier zutreffen. Da gibt es beispielsweise eine Feder für Tiere, die Federn haben, oder ein Ei für Tiere, die aus Eiern schlüpfen. Zum anderen ist ein großes Eigenschaftssymbol abgebildet, das mit dem Tier nicht zwangsläufig etwas zu tun hat. Zu Spielbeginn werden alle Tierkarten gemischt. 40 Karten liegen offen in der Mitte, so dass die Tiere für alle sichtbar sind; die übrigen Karten bilden einen Nachziehstapel. Nun dreht ein Mitspieler eine Karte um und alle schauen auf das große Symbol, denn das gibt an, welche Eigenschaft gesucht werden soll. Mit einer Hand sammeln jetzt alle gleichzeitig Tiere, auf die die gesuchte Eigenschaft zutrifft. Sind die Kinder fertig mit dem Sammeln, weil sie keine passenden Tiere mehr finden, dann überprüft jeder seine Tiere. Tiere, die fälschlicherweise gesammelt wurden, kommen wieder in die Spielmitte. Wer nach der Kontrolle die meisten Karten hat, darf zwei als Siegpunkte behalten; der Spieler mit den zweitmeisten Karten, erhält noch eine Karte. Die Tierkarten werden wieder in die Mitte gelegt (mit Ausnahme der Siegpunktkarten) und zusätzlich dürfen drei vom Nachziehstapel aufgedeckt werden. Die nächste Runde mit einer neuen Eigenschaft kann beginnen. Nach sechs Runden ist das Kartenspiel zu Ende und das Kind mit den meisten Tieren gewinnt.

Bernhard Naegele hat mit Manimals ein Spiel entwickelt, das in erster Linie das Wissen über Tiere fördert. Gleichzeitig ist aber auch die Geschwindigkeit von Bedeutung, damit einem die anderen Kinder nicht immer die Tiere vor der Nase wegschnappen. Hilfreich ist auch eine gute Wahrnehmung, denn manche Eigenschaften lassen sich auf den ersten oder zweiten Blick auf das Tier erkennen.

Variante:
In der Spielanleitung finden sich zwei weitere Spielvorschläge.
Die eine Variante erleichtert das Spiel, damit auch schon die jüngeren Kinder Spaß mit Manimals haben können. Es nimmt die Geschwindigkeit aus dem Spiel; die Kinder suchen nacheinander Tiere zu der aufgedeckten Eigenschaft. Wer kein passendes Tier findet, scheidet für diese Runde aus. Die Runde endet, wenn alle Spieler gepasst haben. Zudem finden Sie Anregungen für die Wertung, um das Kartenspiel so zu gestalten, dass sowohl die großen als auch die kleinen Kinder gleiche Chancen beim gemeinsamen Spiel haben.
Eine zweite Variante fördert weniger das Tierwissen der Kinder, sondern schult und trainiert die phonologische Bewusstheit, v.a. das Lautieren. Bei diesem Spiel sammeln die Kinder auch – gleichzeitig oder reihum – Tierkarten. Zu Beginn der Runde wird eine Karte umgedreht und alle Spieler schauen gleichzeitig nach dem fett gedruckten Buchstaben des Tiernamens. Nun geht die Suche los nach Tieren, in deren Namen dieser Buchstabe zu hören ist. Gewertet wird wie in der Grundvariante des Kartenspiels.

Schlagworte: , , ,

Schreibe einen Kommentar